Siegbert Tarrasch "Das Schachspiel"
alle kommentierten Übungen in 12 lichess-StudienSiegbert Tarrasch war einer der stärksten Schachspieler und einer der bedeutendsten Schachtheoretiker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Gegen Ende seiner Karriere schrieb er im Jahr 1931 sein "systematisches Lehrbuch für Anfänger und Geübte", welches seitdem in einer Gesamtauflage von 130.000 Exemplaren als Standardwerk gilt. Dieses Buch bietet Einsteigern und bereits fortgeschritteneren Spielern auch einhundert Jahre später noch eine ausgezeichnete Zusammenfassung der grundlegendsten Prinzipien des Schachspiels.

Ich habe, in der Hoffnung meinem bisher sehr rudimentären Schachverständnis endlich mal eine etwas fundiertere Basis zu geben, vor einer Weile begonnen, dieses Buch an meinem e-Brett durchzuarbeiten und die kommentierten Übungen, sozusagen nebenbei, in animierte lichess-Studien zu übertragen.
Die dabei gewonnenen Erkenntnisse haben mein Verständnis und mein Spiel überraschenderweise mehr verbessert, als hunderte von random YouTube-Tutorials und aberhunderte von Taktikaufgaben vorher.
Ich kann daher jedem Schachanfänger nur ans Herz legen, täglich eine Übung aus diesem Buch fokussiert am Brett durchzugehen.

Studie 1/12 - Die Anfangsgründe - Übungen 1 - 44
Tarrasch beginnt sein Buch wirklich mit den absolut grundlegenden Basics - neben der Erklärung der Regeln, sind das vor allem Erläuterungen zur Spezifik der einzelnen Figuren. Man sollte hier nichts überspringen, denn die Informationen, welche Tarrasch hier vermittelt, benötigt man für das Verständnis späterer, darauf aufbauender Übungen.
Übungsbeispiel Nr. 20 "Wirkungsweise eines Eckkönigs auf f6"
Durch Übungen wie Nr. 20 habe ich viel von der Mechanik und dem Zusammenwirken der Figuren verstanden und dadurch dann begonnen, das Brett schneller und besser zu "lesen".
zur gesamten Studie 1/12 - Die Anfangsgründe - Übungen 1 - 44
Studie 2/12 - Das Endspiel - Übungen 45 - 91
Tarrasch hat eine ganz eigene Vorgehensweise, um das Schachspiel zu erklären. Nach ein paar Basisgedanken springen wir gleich zu den Endspielen.
Tarrasch begründet dies ganz lapidar mit der Übersichtlichkeit auf dem Brett - er will uns vom Übersichtlichen zum Komplexen bringen - und das macht durchaus auch Sinn. (Konsequenterweise findet man dann auch die Eröffnungen erst im vorletzten Teil des Buches.)
Auch hier wird wieder großer Wert auf die Vermittlung grundlegender Prinzipien gelegt, die zu kennen, natürlich auch in den anderen Phasen eines Spieles, von großem Vorteil sein kann.
Übungsbeispiel Nr. 46 "Endspiel Dame gegen Turm"
Die Beschäftigung mit den Endspielübungen des Buches hat meine Einstellung zu Endspielen von Grund auf verändert. War ich früher eher gelangweilt bis genervt, freue ich mich inzwischen regelrecht darauf.
zur gesamten Studie 2/12 - Das Endspiel - Übungen 45 - 91
Studie 3/12 - Bonus: Vier Endspielbeispiele
Vier ausführliche, von Tarrasch kommentierte Endspiele, die nur in den älteren Ausgaben der Buches zu finden sind.
Tarrasch vertieft hier die vorher gelernten Endspielmechanismen und zeigt sozusagen "schachliches Denken" in umfassenderen Zusammenhängen.
Studie 4/12 - Das Mittelspiel 1 - Übungen 92 - 152
befasst sich mit der Thematik von Fesselungen/ Pins und Doppelangriffen/ Gabeln und deren wesentlichsten Varianten.
Nur wenn man diese kennt, kann man diese Möglichkeiten auf dem Brett erkennen und nutzen - und besser noch - sie auch im zweiten Schritt, beispielsweise durch gezielte Materialopfer, herbeiführen.
Oder eben, auf der anderen Seite, solche Taktiken bereits im Ansatz an der Entfaltung hindern.
Auch hier wieder komprimiertes Wissen, welches sich sofort extrem positiv auf das eigene Spiel auswirkt.
Übungsbeispiel Nr. 150 "Doppelangriffe"
Ein Beispiel dafür, wie man mit einem Schachgebot den gegnerischen König gezielt in eine Gabelstellung treibt.
zur gesamten Studie 4/12 - Das Mittelspiel 1 - Übungen 92 - 152
in Arbeit ...
ungefähr bis Februar 2026
Studie 5/12 - Das Mittelspiel 2 - Übungen 153 - 212
Doppelangriffe/ Gabeln, Deckung und Abzugsangriffen, Einsperrung des Läufers, Damenfang und Entblößung des Königs
... danach geht es weiter mit:
Studie 6/12 - Das Mittelspiel 3 - Übungen 213 - 269
Studie 7/12 - Das Mittelspiel 4 - Übungen 270 - 300
Studie 8/12 - Die Eröffnung 1
Studie 9/12 - Die Eröffnung 2
Studie 10/12 - Die Eröffnung 3
Studie 11/12 - Die Eröffnung 4
Studie 12/12 - Sieben Partien
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Tipps für Hard- und Software
Für klassisches Onlineschach und für die Arbeit mit lichess-Studien am e-Brett über Rechner, kann ich das hervorragende googlechrome-plugin chessconnect von Jörn Gehring empfehlen.

Als eBoard nutze ich ein gebraucht gekauftes chessnut air, dessen gewöhnungsbedürftige Originalfiguren ich mit klassischen Holzfiguren vom Flohmarkt (aufgebohrt und mit chessnut-Sensoren bestückt) ersetzt habe.
Dieses Setup funktioniert wirklich problemlos und macht richtig Spaß.
Weitere bewährte Apps für die Nutzung physischer Schachbretter (auch standalone über Smartphone) wären Chess PGN Master von Gerhard Kalab und White Pawn von Khadim Fall.
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